Theater, Großes Haus, Pforzheim

Die Frauen von Troja (Der Untergang)

Schauspiel von Euripides in der Neudichtung von Walter Jens, Premiere, Einführung 19.10 Uhr


EIN SPRACHGEWALTIGES WERK DER ANTIKE, DAS SICH ALS MAHNUNG FÜR DEN FRIEDEN VERSTEHT

Ihr Narren! , ruft Poseidon, Menschen, die ihr glaubt, man könne Städte niederbrennen, ohne selbst zugrund zu gehen . Denn der Krieg hat die einst blühende Stadt Troja dem Erdboden gleichgemacht. Trauernd um die unzähligen Toten und ihre eigenen Männer, droht den Troerinnen und ihrer Königin Hekuba bereits der nächste Schicksalsschlag. Die griechischen Eroberer feiern ihren Sieg und versklaven die Frauen. Hekuba soll sich Odysseus unterwerfen, ihre Tochter Kassandra Agamemnon. Auch Andromache und Helena, die mit ihrer Liebe zum schönen Paris den Konflikt um Troja ausgelöst hatte, erfahren schwerste Demütigungen. Ihnen bleibt schließlich nichts anderes übrig, als zu einem kollektiven Klagegesang anzustimmen, der mahnend durch die Gassen der Stadt hallt

Ob Vergangenheit oder Gegenwart, ob Bilder von Bombenangriffen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts oder aktuell von der geschundenen syrischen Stadt Aleppo: Ein friedliches globales Zusammenleben der Menschen scheint leider bis heute unmöglich. Das Theater Pforzheim setzt nach der Inszenierung von Grillparzers Trilogie Das goldene Vlies seine Beschäftigung mit sprachgewaltigen Werken der Antike, die für unsere Gegenwart relevant sind, in der neuen Saison fort. Die Aufführung von Euripides 415 v. Chr. entstandenem Antikriegsstück Die Frauen von Troja in der Stadt Pforzheim, die noch kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde, verspricht einen spannenden Akzent zu Spielzeitbeginn mit viel Diskussionsstoff. Mit dieser Produktion stellt sich der neue Oberspielleiter Hannes Hametner dem Pforzheimer Publikum vor.

Inszenierung Hannes Hametner

Theater
Am Waisenhausplatz 5
75172 Pforzheim

Telefonnummer: 07231 392440
Webseite: www.theater-pforzheim.de

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