Aufbegehren und Hoffnung
CongressCentrum Pforzheim
25.10.2026
1. Sinfoniekonzert mit Werken von Dvořák und Schostakowitsch mit der Badischen Philharmonie Pforzheim
Antonín DvořákKonzert für Cello und Orchester, h-Moll, Op. 104
Dmitri SchostakowitschSinfonie Nr. 8,c-Moll, op. 65
Antonín Dvořáks Cellokonzert in h-Moll entstand in New York. Dass es zu den bedeutendsten Werken seiner Gattung zählt, ist auch persönlichen Umständen geschuldet: Die Komposition ist von Dvořáks Sehnsucht nach seiner böhmischen Heimat geprägt. Als seine Jugendliebe – und spätere Schwägerin – schwer erkrankte, baute er im zweiten Satz ein Zitat ihres Lieblingsliedes „Lasst mich allein“ ein. Nach ihrem Tod im Mai 1896 nahm der Komponist dieses Zitat auch in den letzten Satz auf– anstelle einer Solokadenz. Dieser Abschnitt hebt sich durch ungewöhnliche Orchestrierung und kühne Harmonik aus Dvořáks Schaffen hervor. Ein Gänsehautmoment! Maria Zaitseva ist als Solistin international gefragt. Die Cellistin studierte am Tschaikowski-Konservatorium und gewann unter anderem den 1.Preis beim ARD-Musikwettbewerb 2024.
Das Cellokonzert entsteht zu Beginn der Moderne. Doch begegnet uns hier noch ungebrochen die Welt des 19. Jahrhunderts: das Empfinden des Individuums steht im Mittelpunkt. Knapp fünfzig Jahre später ist diese Welt untergegangen. Schostakowitsch blickt in seiner achten Sinfonie – mitten im Zweiten Weltkrieg – auf die gebrochenen Versprechen der Moderne. Das Individuum droht in der Massengesellschaft zu verschwinden. Der Komponist formt daraus eine Musik, die durch apokalyptische Szenen führt, ohne den Traum von der Wiederherstellung der Menschlichkeit ganz zu begraben. Diese Sinfonie gilt heute als eines der größten Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.
Veranstaltungsort
CongressCentrum PforzheimAm Waisenhausplatz 3
75172 Pforzheim
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